RFID im Bau

Im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt und erprobt das LuF Baubetrieb und Bauwirtschaft ein integriertes Wertschöpfungsmodell mit RFID in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Die Erfahrungen aus vergleichbaren Entwicklungen in Handelsunternehmen oder der industriellen Produktion – diese Wirtschaftzweige sind als Vorreiter im Bereich RFID-Konzepte anzusehen – sind hierbei zwar hilfreich, jedoch auf Grund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Branchen nur eingeschränkt übertragbar.

Nach derzeitigem Planungsstand ist das Forschungsvorhaben „InWeMo“ in drei Arbeitspakete gegliedert, in das Verbundprojekt „RFID-Technologien im Bauwesen“ integriert und soll von einem projektbegleitenden Lenkungskreis unterstützt werden, der sich aus Experten und Vertretern der Projektförderer, der Bauwirtschaft der Immobilienwirtschaft sowie der Projektpartner zusammensetzt. Die Einbindung des Lenkungskreises in das Verbundprojekt bietet dem Forschungsförderer eine Kosten- und Qualitätssicherung. Die fachliche Unterstützung der Baugewerblichen Verbände NRW als auch die Beteiligung der Baugewerblichen Verbände im Lenkungskreis des Projektes wird zudem die Interessenvertretung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesem Projekt sicherstellen. Die erzielten Zwischenergebnisse der Projektmodule werden bei den ARGE-Sitzungen vorgestellt und verifiziert.


Arbeitspakete:

Das LuF Baubetrieb und Bauwirtschaft wird in einem ersten Arbeitspaket eine Analyse und Bewertung der verschiedenen Geschäfts- und Produktionsprozesse von kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Wertschöpfungskette der Bau- und

Immobilienwirtschaft durchführen, in Absprache mit den ARGE RFID-Partnern besonders im Bereich Material- und Personallogistik.

Im zweiten und dritten Arbeitspaket werden die theoretischen Ansätze verifiziert, indem mit Demonstratoren für die Material- und Personallogistik unterschiedliche RFID-Anwendungen getestet werden. Als Demonstratoren sollen Portale für die Erfassung von Material- und Personalströmen genutzt werden.


Demonstratoren:

Das mittelständische Unternehmen ALHO Systembau GmbH ist mit seinem Angebot für Systemgebäude in Stahlskelett- und Holzbauweise als Projektpartner ideal geeignet. Bei den Erzeugnissen dieses Unternehmens handelt es sich um kombinierbare Systembau- und Containermodule, die vom Kunden gekauft oder gemietet werden können, an den Bestimmungsort transportiert werden und zu individuellen Systemgebäuden montiert und ausgebaut werden.

Für den Aus- und Umbau der Systemmodule werden Nachunternehmer eingesetzt. Die Module dienen einem kurz-, mittel- oder langfristigen Einsatz in Form von Büro- und Verwaltungsgebäuden, Schulen, Pflegeheimen, etc. Da einerseits häufige Umsetzungen von Containern innerhalb der Baustellen des Mieters vorkommen und anderseits bei langfristigen Vermietungen von bis zu 10 Jahren eine aktuelle Erfassung des Zustandes und der Ausstattung aufgrund von Abnutzung oder Umbau kaum möglich ist, gestaltet sich die Verwaltung der Zu- und Abgänge sowie die aktuellen Lagerbestände der Module als schwierig. Außerdem müssen im Laufe des Lebenszyklusses der Mietmodule ständig Veränderungen an der Ausstattung vorgenommen werden, um kurzfristige Anforderungen zeitnah zu bedienen.

Aufgrund der unterschiedlichen Einsatzdauern und der bestehenden Problematik im Handling der Containermodule können die RFID-Demonstratoren im Bereich Material- und Personallogistik optimal praxisnah getestet, die Ergebnisse in das Verbundprojekt integriert und auf das anwendungsorientierte Modell übertragen werden.